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ITZEHOE
Begleitendes Angebot im Westküstenservice - Reinigungsmittel selber machen
Itzehoe, 30.01.2020: Um zu zeigen, dass es auch mit weniger Chemie geht, haben wir in der Küche der Hauswirtschaft in der Wilhelm-Biel-Straße 5 alte Hausmittel selber gemacht.
Aus Gewohnheit und Bequemlichkeit denken wir gar nicht mehr darüber nach, dass wir auch Reinigungsmittel selber machen können. Die Werbung und der Handel bieten uns viele verschiedene Reinigungsmittel in unzähligen Variationen an. Dabei ist es schon selbstverständlich in die Regale zu greifen und für jedes „Zipperlein“ an Fleck, Schmutz & Co das „einzig wahre Mittel“ zu kaufen. Das ist nicht nur für unseren Geldbeutel eine Belastung, sondern auch für die Umwelt sehr schädlich. Gerade in Zeiten des wachsenden Umweltbewusstseins war es eine tolle Idee von Karen von Leesen, Mitarbeiterin in der Hauswirtschaft des Westküstenservice, mit Beschäftigten im Rahmen des Begleitenden Angebotes Reinigungsmittel selber herzustellen.

Auf die Frage „Was nehmt Ihr denn zu Hause für Reinigungsmittel und wie benutzt Ihr sie?“ kamen die unterschiedlichsten Antworten:
- „Was die Werbung empfiehlt.“
- „Viel hilft viel.“
- „So eine Flasche XYZ schütte ich häufig in den Ausguss.“
- „Was gut duftet und farblich gut aussieht, hilft doppelt.“
- „Für Fenster, Flächen, Fußböden, Toiletten usw. immer ein Extramittel.“
- „Wie? Kann man Reinigungsmittel selber herstellen?“
- „Ich kann die Düfte nicht vertragen, davon huste ich schnell.“

Mit Kernseife, Natron, Soda, Essig und Zitronensäure wurden mit acht Beschäftigten aus den unterschiedlichen Bereichen der Werkstatt Westküstenservice „Waschmittel-Smoothies“ und Allzweckreiniger selber hergestellt.

Um auch ein wenig Duft in die selbst hergestellten Mittel zu geben haben wir einfach ätherische Öle eingesetzt. Ob nun Lavendel-, Orangen- oder Zitronenduft - es konnte jeder seinen Lieblingsduft auswählen. Gute ätherische Öle sind nicht ansatzweise so allergieauslösend wie synthetisch hergestellte Produkte.

Ein angebrannter Topf wurde mit etwas Natron wieder spiegelblank. Der Mikrowelle ging es mit Essig an den Kragen und der Kühlschrank wurde ebenfalls mit Essig wieder keimfrei und sauber. Der Abfluss wurde mit Essig, Natron und heißem Wasser gereinigt. Dabei wurde aber auch auf die mechanische Reinigung hingewiesen. Das bedeutet: Ärmel hoch, eventuell Handschuhe anziehen und auch einmal von Hand das Abflusssieb von groben Verunreinigungen befreien.

Es waren alle Teilnehmer*innen dieses Angebotes überrascht, wie vielfältig die Möglichkeiten von selbst hergestellten Produkten sind; Wie schnell und einfach es geht und wie es den Geldbeutel entlastet. Die selbst hergestellten Produkte wurden in mitgebrachte Gläser verteilt und beschriftet. So hatte jede/r Teilnehmer*in noch die Möglichkeit, zu Hause mit dem „Waschmittel-Smoothie“ zu waschen und die anderen Mittel auszuprobieren. Der Hinweis, das Waschmittel direkt in die Trommel zu geben, war dabei noch ein hilfreicher Hinweis.

Eine Teilnehmerin, die eine kleine Enkelin hat, möchte auf jeden Fall zu Hause bewusster Reinigungsmittel einsetzen. Sie möchte auch für unsere Nachkommen die Welt sauber halten.

Wir alle können bewusster einkaufen, Reinigungsmittel richtig einsetzen und damit einen umweltfreundlichen Fußabdruck hinterlassen.

Text: Karin Riewoldt, Karen von Leesen

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